Radtouren – Tipps im Überblick

Nicht nur Wälder, Berge und Natur können mit dem Rad entdeckt werden, sondern auch Geschichte! Längst gibt es auch Radtouren, die Kulturhungrige zufriedenstellen. Folgend eine Auswahl der interessantesten Kultur-Radtouren in Europa.

Der Mauer-Radweg
In Deutschlands Hauptstadt Berlin sind die Spuren europäischer Geschichte noch gegenwärtig und deutlich zu erkennen: Die Radtour entlang der Berliner Mauer lädt ein zum Eintauchen in vergangene Zeiten.

Der Berliner Mauerweg ist somit nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern wird durch Einblicke in die Teilung Deutschlands ergänzt. In diversen Etappen führt der Radweg vorbei am Hochbunker Humboldthain, am Holocaust-Mahnmal, am Zentrum der geplanten Welthauptstadt Germania und an ehemaligen Wachtürmen. Die Tour dauert etwa drei Stunden und ist 15 Kilometer lang.

Der Europaradweg R1
Wer eine lange Radtour plant und gleichzeitig das kulturelle Erbe Europas entdecken möchte, für den ist der Paneuropa Radweg genau das Richtige.

Er führt von Boulogne-sur-Mer in Frankreich nach Brügge über Heilbronn und Prag bis nach St. Petersburg in Russland. Im Mittelalter war die „goldene Straße“, wie dieser Weg auch genannt wird, eine bedeutende Handelsroute. Lokale Radwege werden dabei in den Paneuropa Radweg eingebunden – ein gelbes, ovales Logo mit einem stilisierten Rad zeigt die Route an.

Die Radler kommen auf diesem Radweg an einer Fülle kultureller und historisch bedeutsamer Bauten in Frankreich, Belgien, Niederlande, Deutschland, Polen und Russland vorbei. Die Streckenführung wurde so gestaltet, dass auch ungeübte Radfahrer und Familien die diversen Etappen bewältigen können. Meist verlaufen die Radwege abseits vielbefahrener Straßen durch die Natur – außer jenen Passagen, die touristisch und kulturell bedeutsam sind.

Bella Italia – mit dem Rad
Die Cinque Terre, der berühmte Badeort an der ligurischen Küste, ist ideal für ausgedehnte Radtouren. Vor allem im Frühling ist die reizvolle Landschaft hoch über dem ligurischen Meer ein Traum für Radler.

Die fünf bekannten italienischen Städtchen Monterosso, Vernazza, Manarola, Riomaggiore und Corniglia, die sich entlang des klimabegünstigten Küstenstreifens erstrecken, verbindet eine gute Zugverbindung. Das Rad kann auch im Zug mitgenommen werden. 1997 wurden die Cinque Terre zusammen mit Portovenere zum Weltkulturerbe erklärt. Geheimtipp: Auch die oberhalb der Cinque Terre liegenden Dörfer Levanto und Bonassarola sind schön, jedoch weniger überlaufen und weniger teuer.

Ennsradweg in Österreich genießen

In Österreich gibt es viele schöne Radwege. Dabei zählt der Ennsradweg in jedem Fall zu den Strecken, die besonders schön sind und die einmal zeigen, wie schön die Landschaft in Österreich ist.

Der Weg ist recht lang und umfasst eine Strecke von insgesamt 258 Kilometern. Es ist möglich, dass immer nur Teile gefahren werden, oder dass eine komplette Route geplant wird.

Wer es gerne entspannt angehen möchte, der hat die Chance, dass er sich entlang der Route ein Hotel sucht und hier die ein oder andere Nacht verweilt. Insgesamt betrachtet ist die Route sehr schön und zeigt verschiedene landschaftliche Höhepunkte in Österreich.

Der Ennsradweg startet in Flachau, genauer gesagt in Flachauwinkel und findet sein Ziel an der Enns. Insgesamt werden bis zu 780 Meter an Höhenunterschied absolviert. Die gesamte Länge der Route beläuft sich auf 258 Kilometer. Der komplette Ennsradweg ist beschildert, was in jedem Fall von Vorteil ist. Er führt durch drei Bundesländer in Östertreich und ist als R7 Ennsradweg gekennzeichnet.

Dabei werden Radwege, Nebenstraßen und teilweise auch Hauptstraßen im Weg verzeichnet. Die Route beginnt in Salzburg, führt durch die Steiermark direkt nach Oberösterreich. Auch die tourismusreichen Regionen werden hier mit dem Rad absolviert und gemeistert. Täler, Bäche und auch Berge werden während der Tour besucht und zahlreiche Gasthöfe laden zum Verweilen ein.

Der Ennsradweg – Start in über 1.000m Seehöhe

Der Ennsradweg startet bei über 1.005 Metern Seehöhe in Flachauwinkel in Tauern. Dabei merken die Radfahrer bereits hier, dass eine sehr schöne Bergwelt um sie herum ist. Die erste Etappe führt entlang vieler bekannter Badseen direkt an der Enns. Dabei sind vor allem viele farbliche Unterschiede in der Natur bemerkbar, was zu empfehlen ist und schön zu bestaunen ist.

Auf der Route befindet sich ebenfalls das bekannte Schloss Trautenfels, genau wie ein Abstecher über das Hochplateau in Öblarn. Auch der Nationalpark Gesäuse ist ein Teil dieser wilden Route und sorgt dafür, dass die Strecke landschaftlich betrachtet nicht langweilig und einseitig wird.

Zum Teil werden mehrere Alternativrouten angeboten, was immer davon abhängig ist, welches Streckenprofil die Fahrer selbst bevorzugen. Die einen Fahrer mögen es landschaftlich schön und entspannt, andere mögen es gerne ein wenig sportlicher.

Entlang der Route sollte auch die Stadt St. Gallen besucht werden, welche mit einem schönen Wasserspielpark lockt. Dabei kann auch die Romantikstadt Steyr besucht werden, welche zeitgleich die älteste Stadt im oberen Österreich ist.

Hier ist die einst so wilde Enns sehr ruhig und gemächlich unterwegs. Gleichzeitig ist der Fluss in diesem Gebiet die Grenze zwischen Oberösterreich und Niederösterreich. Die Tour ist führ Fahrer gedacht, die bereits ein wenig Ausdauer haben, oder Lust haben, in Ruhe die Streck zu absolvieren und dabei verschiedene Ziele zu besuchen, oder gar eine Nacht im Hotel zu gastieren.

Neusiedler See Radweg

Es handelt sich bei dieser Tour um eine Strecke, die insgesamt rund 550km lang ist. Grundsätzlich ist es ein Radweg, der besonders gefragt ist und daher sehr gerne genutzt wird.Der Radweg ist sehr gefragt, weil er durch Weingärten, aber auch durch große feuchte Wiesen und andere Regionen in Richtung Ungarn führt. Grundsätzlich ist es möglich, dass auch der Nationalpark am Neusiedler See Seewinkel besucht wird.

Die Tour startet in Neusiedl am See und führt durch den Ort Weiden am See. Gleichzeitig werden Podersdorf am See und der Nationalpark in Illmitz besucht.Auch Graurindern in Apelton zählt als Ziel und Station der Route. Die Landschaft erstreckt sich im Gebiet sehr unterschiedlich. Gerade die Weite und Offenheit zeichnet sich aus und zeigt dem Radfahrer die unendlich schöne und vielseitige Natur Österreichs.

Ungarn und Schlösser zählen zur Tour dazu

Wer ein paar schöne Zwischenstationen einlegen möchte, der hat die Möglichkeit, dass Schloss Fertöd anzuschauen. Der Weg mit dem Rad erstreckt sich bis nach Ungarn, führt aber schnell wieder in das Staatsgebiet Österreichs. Gerade die westliche Seite des Sees bietet viele kulturelle Highlights, wie zum Beispiel den Ort Mörbisch, welcher besonders beliebt ist und viele schöne Hofgassen anbietet.

Auch die Stadt Rust ist bekannt und wurde als malerische Kulisse für die bekannte Fernsehserie der Winterkönig verwendet. Zu beachten ist, dass auch Oggau und Donnerskirchen zur Route zählen, welche für viele kulinarische Spezialitäten bekannt sind. Die Region ist gerade für ihren Rotwein bekannt.

Eine Bootsfahrt ideal integrieren – alternativ Wellness!

Purbach, Breitenbrunn und auch Winden werden gerne besucht, bevor es dann über den Ort Jois zurück nach Neusiedl am See geht. Hier gelangen die Radler nach über 500 Kilometern wieder an den Start ihrer umfangreichen Route. Zu beachten ist, dass der Radweg selbst sehr variationsfreudig ist. Es gibt insgesamt an die 11 unterschiedlichen Möglichkeiten, wie der Weg variiert werden kann, so dass jeder Fahrer, bzw. jede Fahrerin ihre eigenes Streckenprofil wählen kann.

Auch eine Schifffahrt kann integriert werden und trägt dazu bei, dass die komplette Route noch interessanter und schöner wird. Wer gerne einen kleinen Trip nach Frauenkirchen unternehmen möchte, der sollte hier vor allem die St. Martins Therme besuchen und sich einmal so richtig entspannen. Das warme Wasser ist dafür ideal geeignet und bietet viele Vorteile.

Tipps zum Tauernradweg

Der Tauernweg ist ein besonders interessanter Weg, der sich für eine ausgiebige Radtour in jedem Fall sehr eignet. Er beginnt bereit sehr faszinierend an den Krimmler Wasserfällen in Europa.

Die Krimmler Wasserfälle sind in Europa die höchsten Wasserfälle und ziehen jeden Blick auf sich. Das Wasser sprudelt entlang des Weges in die Tiefe und sorgt für einen sanften Sprühregen, der gerade im Sommer für eine Erholung und Abkühlung sorgen kann.

Mit dem Rad geht es entlang am Nationalpark Hohe Tauern, direkt vor den Bergen entlang der Salzach. Die Abwechslung ist auf dieser Strecke sehr groß und gerade die Natur ist ziemlich unterschiedlich. Die Strecke ist von sehr vielen Flüssen und Seen geprägt.

Stauseen am Großglockner und auch die Klamm am Iechtenstein sorgen dafür, dass sehr viel an Erholung angeboten wird. Wer gerne die größte erschlossene Eishöhle der Welt anschauen möchte, der kann sich hier in jedem Fall ein wenig genauer umschauen. Auch die Burg Hohenwerfen ist zu empfehlen und sorgt für eine kleine Abwechselung während der Radtour.

Burgen und Schlösser neben Wasserfällen und Flüssen

Nach einer Besichtigung der Burg und einer Schau der Falken führt der Weg weiter entlang des Gollinger Wasserfalls. Hier kann die alte und bekannte Stadt Hallein besucht werden. Auch das Salzbergwerk sowie eine Fahrt mit der dort vorhandenen Rutsche sind zu empfehlen. Bereits hier ist aus der Ferne die Festung Hohensalzburg zu erkennen, welche über der Altstadt von Salzburg erbaut wurde.

Über einen langen Teil der Strecke haben Biker von hier aus entlang der Salzach einen wunderschönen Blick bis nach Salzburg. Leopoldskron und Saalfelden werden ebenfalls als Teil der gesamten Route durchquert. Der Tauernradweg führt weiter über zahlreiche andere Dörfer wie Oberndorf, Braunau und auch Obernberg bis hin zur Burg Wernstein und hinein nach Passau.

Kulinarische Spezialitäten entlang der Radroute Tauernradweg

Wer es ein wenig gemütlicher angehen möchte, der hat die Chance, dass er zum Beispiel mehrere Übernachtungen einplant. Hier können regionale Spezialitäten probiert und gegessen werden.

In Pinzgau ist zum Beispiel die Kaspressknödelsuppe eine lokale Spezialität, genau wie es beim Tauernlamm der Fall ist. Bierfleisch und Moosbeernocken zählen ebenfalls zu den Produkten der lokalen Gastronomie, die in jedem Fall verführerisch gut schmecken.

Die gesamte Strecke umfasst eine Länge von 270 Kilometern. Dabei wird auch die Grenze überschritten. Die Route bietet zahlreiche eindrucksvolle Naturspektakel und kann ohne Probleme auch über das Internet gebucht werden. Wer möchte, kann auch unterwegs wechseln und zum Beispiel auf den Mozart Radweg umschwenken, welcher ebenfalls genutzt werden kann. Dieser verfolgt die Spuren Mozarts und führt etwa 450 Kilometer weit durchs Land.

Grenzlandradweg in Österreich

Gerade in den Bereichen des Landes, die an Bayern Grenzen, gibt es viele sportliche Radwege. Der so genannte Grenzlandradweg ist einer der bekanntesten sportlichen Ratwege, die überhaupt im Land angeboten werden und die gerne von den Touristen und Urlaubern gefahren werden. Grundsätzlich gibt es viele Radwege, die meisten sind jedoch nicht sehr leicht zu fahren.

Wer es gerne sportlich mag, der hat die Chance, dass er lange ebene Strecken fährt, oder aber auch, dass er sich dazu entschließt, einige steile und bergige Passagen in Kauf zu nehmen.

Gerade Strecken in den Bergen werden sehr gerne genutzt, wenn ein sportlicher Radweg in Anspruch genommen werden soll. Dabei ist es wichtig, dass der Grenzlandweg in jedem Fall beachtet wird. Dieser Radweg ist sehr umfangreich und schön. Neben einer schönen Landschaft bietet er die Möglichkeit, in jedem Fall eine Chance, sich vollkommen zu auszupowern und dabei viel Spaß zu haben.

Sport und Spaß in Österreich über den Grenzlandradweg

Der Grenzlandradweg bietet starke Anhöhen im Mühlviertel. Bereits in Kramesau folgt der erste Anstieg aus dem Donautal hoch bis nach Neustift. Hier gibt es bereits die erste Tal und Hügel Landschaft, die gefahren werden kann, bevor es durch den Böhmer Wald geht. Besonders zu empfehlen ist einer kleiner Abstecher in das Chorherrenstift Schlägl, welches zu empfehlen ist und mitten im Mühlviertel gelegen ist.

Wer lieber auf die hervorragende Fernsicht steht, der sollte sich den Fernblick zum Stausee an der Moldau nicht entgehen lassen. Über den Böhmer Wald ist es ohne Probleme möglich, alles zu sehen und die Natur zu genießen.

Haslach ist einer der Orte, die entlang der Route ebenfalls zu empfehlen sind, da hier herrliche Fabriken in einem Museum zu beobachten sind. Auch der bekannte Kurort Bad Leonfelden ist zu empfehlen und sorgt für eine ausreichende Erholung. Es gibt sehr viele schöne Motive, die zu empfehlen sind und die Tour bietet auch für Fotographen interessante Motive, die in jedem Fall ein Bild wert sind.

Nicht nur im Sommer, sondern auch im Herbst und bereits im Frühjahr, wenn das Leben erweckt und die ersten Pflanzen blühen gibt es viele schöne Wege, die entlang der Grenzlandroute gefahren werden können. Gerade optisch bietet sich hier eine Menge, so dass es richtig viel Spaß machen kann, den Grenzlandradweg in Österreich zu fahren und dabei bis nach Niederösterreich zu gelangen.

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